Elternschatten

Tränen liefen, laufen ständig über mein Gesicht,

Jahrzehntelanges Grübeln brachte Wahrheit erst an´s Licht.

Kann heute klarer seh´n und immer weniger versteh´n.

Vieles tut so weh – und ich frage mich – wie konnte so etwas Gescheh´n.

Sonntags in aller früh,

War das Schlafen hi’n

Aufstehn angesagt

Weil ihr sonst hämisch nachgefragt

Warum war ich nur so dumm

und viel zu lange stumm.

Habe geglaubt, was ihr gesagt,

nicht hinterfragt, was ihr da tat.

Um Eure Ohren sollte ich es Euch schlagen

Anstatt ständig Angst zu haben zu versagen

Von früher Kindheit an habt ihr geimpft

Das ich selbst niemals wichtig bin

Und ging‘s mir wirklicht richtig Scheisse

Dann gab es nur die alte Weise

Nimm ne Tablette und sieh zu das du kommst

Weil die Arbeit die schafft sich nicht umsonst

So schlimm wird es gewiss nicht sein

Du brichst dabei Dir schon kein Bein.

Und wurd mir etwas mal zu schwer

Bekam ich immer nur zu heehr`n

„Ist das der Dank für all das Gute wir dir taten“

Und wieder einmal habe selbsr ich mich verraten.

Jahrezehntelanges schlucken,

ohne je zu mucken.

Euer Leben ging ja munter weiter,

ich bin in vielem „nur“ gescheitert.

Gescheitert an der Last,

die überlassen Ihr mir habt.

Eine Werkstatt ohne jegliche Vision,

erbracht Euch – mir nie wirklich einen – Lohn.

Schuldenbuckel sagte deshalb man zu Dir,

darum verkauftest Du diese schnell dann mir.

Die Last hatte ich nun auf dem Rücken

Konnt ob der Schulden mich kaum noch bücken.

Weils Euch so viel war kamst Du dann

Und botst die Tankstell zur Pacht mir an.

Den Umbau der alten Werkstatt hatte ich ja gezahlt

Ihr habt jahrzehntelang damit nur geprahlt.

Der half Euch jetzt aus Eurer Not heraus,

sonst hättet Ihr müssen aus dem Haus hinaus.

Denn verpachten die Tankstelle ohne den Shop

das wäre ohne Wenn und Aber gefloppt.

Jetzt plötzlich war mein Umbau wieder gut,

denn der hielt Euch sauber Eure Schnut.

Ich investierte im besten Glauben und Vertrauen erneut

Hab dieses dann vom ersten Tag an stets bereut.

Denn statt wie Ihr sagtet, „wir komm´n schon zurecht“,

habt weiter fröhlich Ihr, mich abgezecht.

Hohe Pacht, jeder Furz wurde extra bezahlt,

finanziert habe ich auch noch den ganzen Salat.

Den Umbau und die Beschaffung der Tankanlagen

Musste mit einer verminderten Provision ich ertragen.

die Einrichtung und Umbau des Tankstellen Shop

hat erneut zehntausende Euro mich gekost.

Für zigtausende Euro richtetet Ihr mir auch Schäden noch an

auf die ich seit 1984 verzichten bereits kann.

Mit Zins und Zinseszins rund zweieinhalb Mio. Euro ihr Leut

Hat mich mein Engagement in Euch gekostet bis heut.

Doch ist es nicht das Geld auf das ich musst verzicht

Es ist und war Vertrauensverlust der das Herz mir bricht.

Habe ich immer nur auf Euch vertraut,

Während Ihr mich als Euer Sklave mißbraucht.

Es heißt, man soll Euch keinen Vorwurf machen,

soll einfach nur beachten,

dass ihr alles habt gegeben,

was euch möglich war im Leben.

Den Schaden den ihr angerichtet,

der wird zu gerne weggedichtet.

Wir soll´n uns nicht als Opfer sehen

und über diesen Dingen stehen.

Diesen Rat bekommt man gern,

doch der Realität ist er so fern.

(c) Gisbert J. Wagner 19.03.2016

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