Woodstock

Weitergereiste junge Leute

Findest Du hier keine heute.

Trinkgelagen, Marihuana Rauch, freie Liebe

Generationen ohne Sand im Getriebe

Sahen diese Mauern nie

Nur Menschen die, wie Du und ich, Ihr alle hier

Strebsam waren, vielmehr jedem gaben eben mehr- als nur ein Bier!

Fallen hier auf ihre Knie.

 

Freie Liebe, Lust und Laune, hoch die Tassen,

langes Bart- und Kopfhaar gar,

Zügellose Menschen, Leute ohne Scham,

sind hier glaub ich, wohl mehr als rar.

Eher triffst Du große Denker,

Weltbeglücker, Freudenspender,

arbeitssame Menschen, große und auch kleine Geber,

herzlich gerne Grüße Sender.

 

Keiner hüpft hier durch den Klee

Knochen, Herz und mehr, tun vielen weh.

Manche haben lange schon vergessen,

Was in der Kindheit sie besessen.

Eltern auf die man sich verlassen konnt,

in deren Liebe man sich sonnt.

 

Heile Welt, gute Familie, viele Freunde eben

Konnt behütet sich bewegen

Und schmerzte nach dem Sturz einmal das Knie

Papa, Mama, die Großeltern bekamen das rasch wieder hi (n).

 

Ein Kuss auf die Wange, ein liebevoller Blick

Schwupp wären die Schmerzen weg und die Sonne zurück.

Doch all das sahen viele hier noch nie

Blieben allein stets mit schmerzen- und blutendem Knie.

(©G.j.Wagner, 19.01.2018)

Eingemauert

Wie oft schaut ich hier – durch die engen Zinnen
doch sah nicht allzu oft – ich – einmal schönes Land
Während die Zeit mir eiligst tat verrinnen
ich weder Ausweg noch die richtge Antwort fand

Des Atmens schwer – Dank – feuchter, dumpfig, modrig, schwerer – Luft
hab abgekämpft mich – stets gerungen – tief im Innern fest mit mir
allein was blieb nach alle dem – das ist ein unschön, stinkend, harter Duft
und trotzdem sitz – nach all den schweren Jahren – ich doch stets noch hier

Im Auge des Betrachters liegt es – wie wir alle wissen
dass analytisch alles – und ein jedes – hinterfragt
ganz oft auch hindert – uns – jahrzehntelang geformt Gewissen
daran, dass man den Aus- und seinen Aufbruch wagt

Hält uns der „schöne“ Schein in seinem Bann gefangen
weil unsre Seele uns – hält – fest – in ihrem Bann
wenn unsrer Tränen Nässe fest gerannen
der Mut verging uns und der Schein gewann?

Wie oft hab´ ich mir vorgenommen
zu gehen, da das Ende längst erreicht?
Doch wieder ist ein Jahr verronnen
Mut und Verstand – hab´n wieder einmal – nicht gereicht.

Abwegig sieht so mancher mein Bestreben
zu richten grad, was ungrad´ ist in meinem Sein.
Manch einer hat´s vorausgesehen
das folgte ich manch schönem Schein

Der Seele Not, kaum einer kann – dies anerkennen
treibt uns zu Dingen die uns stetig sauern
treiben hinweg uns – von so manchem hehren Ziel – ganz weit
weil wir in Dinge uns – in unsrem Wahn – verrennen
tun wir in scheinbar heile Welt uns mauern
während dort draußen brennt der Puls der Zeit

Im Turm dieser – Verzweiflung – bin ich immer noch gefangen
habe ich mich wirklich – selbst – da eingesperrt
weil Demut ich nicht ließ ans Herz gelangen
wird mir die Rettung heute immer noch verwehrt?

Wie schön heißt es in altem Munde
gar viele Wege münden in dem alten – schönen – Rom
wie gerne glaubt ich einst – der schönen Kunde
weil sitz hier ich- in meinem – dunklen, kalten Dom

Nacht – meine Nacht, zeig endlich mir der Wahrheit Glanz
weiß auf den Weg – der Hilf und Ausweg – mir verspricht
der ich dich doch an meinem – Horizont bereits gesehen
damit ich meiner Stärke mich besinne, vertraue meiner Kräfte ganz
verschaff mei´m Wissen – Erfahren – Handeln – notwendiges Gewicht
damit ich lasse endlich das geschehen
was meiner Menschenwürde – der Natur – und meiner Pflicht – so sehr entspricht!

So steh ich auf – nun – endlich will besinnen
mich – auf all die Tugenden die ich dereinst so lang gelebt
Steig freudig nun herab von meines Turmes Zinnen
auch wenn mein Herze mir – doch auch noch – so sehr erbebt

Herr lass mich Licht am End des Tunnels – endlich sehen
lass Deine Cherubim geschützt geleiten mich ganz sanft
und lasse bitte nicht – mich – so von dieser Erde gehen
bevor ich nicht erfüllt hab meines Lebens – Deinen – Auftrag ganz

(©G. J. Wagner, 16.02.2018)

Wissbergimpressionen

Von Feld und Reben, herrlich bist umgeben
Du liegst im Tale – breit und schön verteilt
im Norden sich des Wissberg´s Höhen – sanft erheben
auf dessen Reben – lang – die Tagessonn´ verweilt

Wo in der Eiszeit – tummelten sich Haie,
erlosch´ner Fische Zähne – konntest finden lang
erhaben sich die Spitz, auf 250m/N.N., uns zeigt
weil, Deiner Reben Minderheit, uns deren Güte nie verzeiht
wird es mir heute – Angst und Bang

Mit Deinen schönen Weinbergslagen
Kapelle, Saukopf, Goldberg, Bockshaut und so fort
dran ranken sich die schönsten Sagen
die schön beschreiben diesen – unsren – Ort

So manches Lied wurd´ hier geschrieben
so manches Leid wurd´ hier gesehn
gar mancher ist – in Dir geblieben
weil Erdrutsche – hier – stets geschehn

Auch vieles Schönes gab es zu berichten
was Land und Leute hier „verbockt“
um diesen Ort da ranken sich Geschichten
und zeigen auf – sich – auch gar mancher hat verzockt

Die Abende, nach schwerer – körperlicher – Fron
noch fertig – stark von Arbeit schwitzend
genoss man vor dem Tore sitzend
‚nen schönen Riesling, Faber, Scheureb, Saukopf in der Hand
weshalb ganz schnell des Dorfs Geselligkeit man fand
wenn sand’t St. Martin, – sein Angelus uns – dessen Ton

Des Sonntags sich die Alten trafen
zum Skat oder die Würfel warfen
manch Neues machte seine Rund
geschlossen ward auch mancher Bund
war‘n in die Winzerhalle wir geraten
während zu Haus die Frauen tagten
Kaffee und Kuchen machten schön die Rund
ward es den „Männern schnell zu bunt

Und starb ein Beckelemer einmal in seinem geliebten Haus
kam schnell der Schäcke, Neckl mit soim Max
zog unweit er – der Großeltern – zu Hause
die Totenkutsche uff die Gass
sollt putzen helfen diesen schwarzen Wagen
ach hab´ ich dieses so gehasst

Sitzend unterm Apfelbäumchen
genieß ich still mein Goldberg Träumchen
Opa in unsrer Mitte steht,
derweil- der Kirchtum Schlag – herüberweht

Mit dem Glase in der Hand
lud’t ein er – wer sich hier befand
im Kreis um ihn – gesellt sich froh
grad wie Jahrhunderte schon so
der bunte Leser- Helferschar,
die sich hier traf – wie jedes Jahr.

Aufgetischt, wurd´ nur vom Besten
edler Rheinhess, aus eig´nem Fass
von eigner Wutz, sonst nur zu Festen
aß und trank man – an des Wingerts Gass

Und kam ein Wandrer -Weinbergschütz – ein Irgendwer
vorbei an der ill-ust-ren Tafel
dann hieß es einfach, setzt Dich her
greife zu – und stopf den Schnabel
dass was hier steht, dass reicht für mehr

Gesungen wurd aus voller Kehle
geschunkelt auch – und viel getanzt
auch gab es sehr viel – zu erzählen
so es denn zuließ – unser – voller Wanst

Aus voller Kehle wir dann sangen
das schönste – unsrer Heimat – Lied
vor Kälte, Wein die Wangen brannten
schön war’s -grad – wie ein jeder sieht

„Gau – Bickelheimer Lied:
1. Am Wiesbachstrand ein Dörfchen liegt – Gau-Bickelheim –
Ein muntres Leben in sich birgt – das kommt vom Wein.
Da ist die Stimmung immer gut – bei Groß und Klein
das Bier gibt uns nur wenig Mut, nur unser Wein der tut uns fein.

Gau-Bickelheim – Du – Perle von Rheinhessen,
Gau-Bickelheim – wie lieb ich Dich so sehr.
:Wer Dich geseh´n – ist ganz von Dir besessen
Und trinkt das nächste Mal bestimmt noch mehr!:

2. Und in dem Dorf – ‚ne Einigkeit – dass man nur staunt.
Drum ist man immer froh hier – und – stets gut gelaunt.
Da singt und schunkelt man – vereint beim gold‘nen Wein.
Mitunter auch – bis in die tiefe Nacht hinein.

Gau-Bickelheim – Du – Perle von Rheinhessen,
Gau-Bickelheim – wie lieb ich Dich so sehr.
:Wer Dich geseh´n – ist ganz von Dir besessen
Und trinkt das nächste Mal bestimmt noch mehr!:

3. Doch mancher hat auch schon verspürt – des Weines herbe Kraft.
Weil er hat ausprobiert – zu oft – der edlen Reben Saft.
Nach Hause fand er schwer den Weg – beim Dämmerschein.
Die Straß´ – die er sonst nie verfehlt – ist heut zu klein.

Gau-Bickelheim – Du – Perle von Rheinhessen,
Gau-Bickelheim – wie lieb ich Dich so sehr.
:Wer Dich gesehn – ist ganz von Dir besessen
Und trinkt das nächste Mal bestimmt noch mehr!:

4. So ist es schon von alters her – jahraus – jahrein.
Und keinem fällt’s besonders schwer – so muss es sein.
Die Sorg lässt gern zu Haus – man trinkt den Wein.
Und jeder denkt – es gibt nur ein Gau-Bickelheim.

Gau-Bickelheim – Du – Perle von Rheinhessen,
Gau-Bickelheim – wie lieb ich Dich so sehr.
:Wer Dich gesehn – ist ganz von Dir besessen
Und trinkt das nächste Mal bestimmt noch mehr!:
(angelehnt an Franz Josef Spang; Mel.: Mein liebes Mainz)“

Suchst heute Du – solch – schönes Leben
zeigt Dir auch hier – die Realität – recht schnell
solch Zeiten Lauf suchst – heute – Du vergebens
weil auch der Winzer heut ist „time is money‘s“ G‘sell

Gen Süden steigt Rheinhessisch Hügelland erhaben,
zum Schwarzenberg erhebt das Hügelland sich sanft
An Felder Ernte hier – Du – konns‘t Dich laben
Und stopfen Dir mit Wollust Leib und Wanst

Bei Wind dreht heut – dort – manches Windrad Blatt
weit über Wissberg’s Spitz – zum Himmel – steigen hoch sie auf
produzieren so – zu unpassenden Stunden – ein oder’s andre Megawatt
wie lang wird dieser Asparagus Segen
den Anlegern die Taschen füll’n – Mammon geben
bis neue Technik – doch auch Metalles – steter Lauf
oder gar neuere Gesetze – die Goldesel wohl bremsen aus
Rückbau wird vielen dann zu teuer – und Rost frisst wohl die Spargel auf?

Da fällt mir ein – ein – „Spruch der Cree-Indian“
„Erst wenn der letzte Baum gefällt
und betoniert ist alles Land
der letzte Fluss vergiftet dann
der letzte Fisch gefang‘n – ‚s letzte Wild – gebannt
hoff‘ nicht, dass müssen wir erkennen
dass man sein Geld nicht essen kann“

Von Ferne winkt – der Kreuzkapelle Stille
Verkündet weit hinaus – ins ferne – Land
Das dieser Ort entstand durch Gottes Wille
und seine Kirch stets hehre Heimstatt fand

Ihr Glöcklein läutet – nur an hohen Tagen
sonst trägt Martinus – Glockentöne – weit hinaus sie – in das Land
wer an Gott glaubt, der kann hier sein Leben wagen
wer nicht, der hat vielleicht gebaut auf Sand

Durch Diesen Ort fließet sanft und still
des Wiesbachs Wasserlauf dahin
die Kreuzkapell – von fern – kommt schnell in deinen Sinn
der Menschen Sicherheit – Nepomuk stets gerne – uns – gewähren will

Wie oft hab Opa – ich wohl – einst begleitet
strich sanft mir über Wang und Haupt
des Montags früh und in der Woch
wenn er zum Wiegehäuschen uns geleitet
Wutz – Kalb – und Rind wurd – dann gewogen
Weil er – sein‘ 10er Stumpen – hat geraucht
Ha’m wir am Schwanz sie rausgezogen
auch wenn danach wir streng geroch‘

(67
“ opatschi solche Pferde wollt ich nicht“!
Hat Opa mir dereinst versprochen)

Von Feld und Reben – gar -herrlich bist umgeben
Du liegst im Tale – breit und schön verteilt
im Norden sich des Wissberg´s Höhen – sanft erheben
auf dessen Reben – lang – die Tagessonn´ verweilt

In Dir einst meine Wieg – im Haus von Opa Willi – stand
jahrzehntelang durft – Anerkennung, Unglück, Freude, doch auch Glück – erleben
gered’t hab selten ich – nach Eurem Mund
hab auch gesehen hier – viel tausend schöne Stund’t
und weil ich hier wohl meine – schönste -Heimstatt fand‘
möchte gern mit Euch mein Glas erheben

Verlasse ich jedoch wie jeder hier – dereinst mein Haus
weil Zeit zu geh´n ist angesagt
trägt mit den Füßen „first“ – man mich hinaus
den Blick auf meine Hülle Euch verwehr
im Leben habe viel gewonnen – jedoch wohl auch zu viel gewagt
zu viel ist – hier – mit mir gescheh´n
deshalb den letzten Gang werd’t’ hier nicht gehen
und auch nicht ruhen hier – in dieser ach so schönen Erd´

(©G. J. Wagner, 03.02.2018)

Erinnerung an einen großen Christen

Gute Mächte

Von guten Mächten treu – und – still umgeben,

Behütet und getröstet wunderbar,

So will ich dieser Tage mit Euch leben

Und mit Euch gehen in ein neues Jahr

Noch will das alte unsre Herzen quälen,

noch drückt uns böser Tage schwere Last.

Ach Herr, gib unsren aufgescheuchten Seelen,

dass Heil, dass Du für uns bereitet hast.

Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittren,

des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,

so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern,

aus Deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken,

an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,

dann woll´n wir des – Vergangenen – bedenken

und Dir gehört dann unser Leben ganz.

Lass warm und still die Kerzen heute flammen,

die Du in unsre Dunkelheit gebracht,

Führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen,

wir wissen es, Dein Licht scheint uns auch in der finstren Nacht.

Wenn sich die Stille – nun – tief um uns breitet,

so lass uns hören jenen vollen Klang,

der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,

als Deiner Kinder hoher Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,

erwarten wir getrost, was kommen mag.

Gott ist mit uns am Abend und am Morgen,

und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Flossenbürg,_Bonhoeffer-Büste

(©Dietrich Bonhoeffer)

KEIN und ABEL

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich träte aus meiner Zelle
gelassen heiter und fest,
wie ein Gutsherr aus seinem Schloss.

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich spräche mit meinen Bewachern
frei, freundlich, nicht unterwürfig – nein – klar,
als hätte ich zu gebieten.

Wer bin ich? Sie sagen mir auch,
ich träge die Tage des Unglücks
gleichmütig, lächelnd und stolz,
wie einer, der’s Siegen gewohnt.

Bin ich das wirklich,
was Andere da sagen von mir?
Oder bin ich nur das,
was ich selbst weiß, jetzt und hier?
Und wenn dem so ist –
was bin ich dann – was -?

Unruhig, sehnsüchtig, krank,
wie ein Vogel im Käfig, in seinem Tank
ringend nach dem Odem des Lebens,
würgend danach – doch vermeintlich vergebens.

Wer bin ich? Sie sagen immer wieder mir doch,
ich träge die Tage des Unglücks
gleichmütig, lächelnd und stolz,
der, welcher am End wohl siegt – immer noch?

Hungernd nach Farben suchend,
stets neue Blumen – Ablenkung buchend,
dürstend nach der Vögel Stimmen,
gerne in guten Worten schwimmend.

Dürstend auch nach menschlicher Nähe,
zitternd vor Zorn – über Willkür – die ich nicht verstehe.
und kleinlichste Kränkung wirft auf den Boden mich oft.
Bin ich vielleicht gar nicht so stark – am Ende gar soft?

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Wer bin ich? Sie sagen mir doch,
ich träte aus meiner Zelle
gelassen heiter und fest,
wie ein Gutsherr aus seinem Schloss.

Und doch werde – umgetrieben – ich oft,
getrieben vom Warten auf große Dinge,
ohnmächtig bangend um Freunde gar oft,
deren Besuch ich würd gerne -erzwingen.

Zum Beten zu müde und leer,
das Denken und Schaffen fällt schwer.
Matt und zum Abschied bereit,
Jemand der Allen – sich selber – verzeiht?

Wer bin ich – so frag ich mich oft?
Der oder jener – mal hart oder soft?
Bin ich heute denn – dieser
und morgen – Genießer?

Bin ich beides zugleich?
Außen ganz hart und innen ganz weich?
Vor Menschen ein Heuchler?
Tief innen ein Meuchler?

Den wehleidigen Schwächling in mir – veracht – ich,
gleicht der doch dem geschlagenen Heer.
Welches in Unordnung weicht – dem Feinde ergibt sich.
Dessen Leben jetzt plötzlich so leer.

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Wer bin ich, so frag ich mich – gar – oft
Einsames Fragen treibt – mit mir – seinen – Spott.
Wer ich auch bin – Du – kennst mich,
Dein bin ich – mein Gott.

(©G.J.Wagner, 31.01.2018,)

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(nach Dietrich Bonhoeffer Juni 1944)

R-I-P

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Auf das die Erinnerung seines Lebens uns Kraft gibt die Vergangenheit zu überwinden!

Die Würde des Menschen

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Manche Menschen können nicht verspüren,

das andre ungern Sie verlieren.

Sie sehen nicht wie gern man sie doch hat

Sind daher ihres Lebens sehr schnell satt.

Sie fühlen nicht die Würde des Respekts

Den jeder Mensch an ihnen schätzt

Sie sehen nicht das Sehnen in den Augen der

Mitmenschen ihrer heimlichen Verehrer.

Erkennen nicht wie gerne man sie hat,

sind daher Ihres Lebens sehr schnell satt.

Ihrer natürlichen Würde wurden sie sich nie bewusst

Fühlen sich daher sehr schnell ausgenutzt

Wenn sie ohne auf sich selbst zu achten

sich an Ehrenamt oder zur Hilfe anderer machten

Nie gibt es Zweifel, Hinterfragen oder gar der Ausflüchte viel

Stets steht die Hilfe im Vordergrund als Ziel

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Sie fragen nie danach was dieser Einsatz Ihnen bringt

Nur fragt ihr Herz danach – was der Mensch in Not damit gewinnt

Sobald sie sehen das der Nächste ohne Hilfe leidet

wird angepackt, der Eigennutz stets ausgeweidet.

Sie tragen meist das Herz am rechten Fleck

obschon manch einer selbst – ganz dringend Hilfe nötig hätt.

Sie kennen nicht den Liebreiz ihres Lächeln,

welches Mitmenschen an Ihnen so schätzen.

Erkennen nicht den Trost den anderen Sie schenken,

wenn Sie Gesicht und Lachen diesen – sacht zuwenden

Größtmöglichen Vertrauensvorschuss einem jedem Sie gern geben

während ihre Neider bereits Fallstricke gegen sie weben

Der Mitmenschen Sehnsucht verspüren Sie nicht

spüren nicht die Sehnsucht dieser nach ihrem Gesicht

Erkennen nicht das Wohltun ihrer Nähe

steh´n sich selbst deshalb öfter einmal auf der Zehe.

Fehlende Zuneigung und Liebe im Innern tief brennen

weil Sie die Liebe Ihrer Eltern nicht kennen

Sie sehen nicht das Sehnen Ihrer Mitmenschen danach

zusammen zu sein mit Ihnen Tag für Tag.

Erkennen nicht den Reichtum, den andere durch ihre Nähe verspüren

fühlen nicht wie ein jede Ihrer Gesten – doch – andere berühren.

Rennen deshalb Tag um Tag

weil ruhig sitzen man nicht mag

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Übersehen deshalb wie sehr man sie doch schätzt,

hören mehr auf irgendwelcher Leute Geschwätz,

welches Neider über sie verbreiten

anstatt ihnen wertvolle Freunde zu begleiten.

Sind sich Der Wirkung Ihrer Nähe auf Ihren Nächsten nicht bewusst

dieses Gottes Geschenks, ihrer Würde und Ansehen völlig unbewusst.

Verfehlen stets den richtigen Freund

so erkennen Sie spät, was sie im Leben versäumt!

Der guten Taten tuen sie für andere ganz viel

verliern darüber oft aus den Augen ihr eigenes Ziel

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(©G. J. Wagner)